Berufseinstiegsbegleitung

In der Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) werden Jugendliche mit Förderungsbedarf individuell betreut und unterstützt, um sie erfolgreich in einer Berufsausbildung einzugliedern.

 

Wir sind mittlerweile zehn Berufseinstiegsbegleiterinnen und Berufseinstiegsbegleiter und betreuen insgesamt 2 Förderschulen und 12 Oberschulen in den Arbeitsagenturbereichen Zwickau und Annaberg-Buchholz.

 

Zusammengefasst werden derzeit etwa 225 Schüler durch unsere Berufseinstiegsbegleitung unterstützt. So individuell, wie sie sich in unterschiedlichsten Abschnitten ihrer Berufsorientierung befinden, werden sie auch durch uns betreut.

 

Die Berufseinstiegsbegleitung ist für Haupt- und Förderschüler gedacht, denen Schulabschluss oder auch Berufseinstieg schwerer fallen. Gründe können beispielsweise allgemein der verhältnismäßig frühe Einstieg ins Berufsleben, Schwierigkeiten aufgrund persönlicher Kompetenzen, Lernbeeinträchtigungen oder anderes sein.

 

Die Berufseinstiegsbegleitung ist eine Maßnahme des Freistaates Sachsen und der Agentur für Arbeit und für die Teilnehmenden kostenlos.

 

 

Ziel:


Die grundlegenden Ziele der Berufseinstiegsbegleitung sind:

  • im Abschnitt der allgemeinbildenden Schule das Entdecken und Festigen eines Berufswunsches, das Bewerben um einen Ausbildungsplatz sowie das Erreichen des Schulabschlusses.
  • im Abschnitt des Übergangs die kontinuierliche Begleitung, um den Weg zur Ausbildung sicherzustellen
  • im Abschnitt der Ausbildung die Stabilisierung und Festigung des Ausbildungsverhältnisses, um einen Berufsabschluss zu erreichen.

 

Ablauf:


Beginn der Berufseinstiegsbegleitung ist stets am 01.März.


Haupt- und Förderschüler ab der 8. Klasse können an der Berufseinstiegsbegleitung teilnehmen. Unter bestimmten Umständen ist auch ein späterer Beginn noch in der Abgangsklasse möglich. Nach Beendigung der allgemeinbildenden Schule ist kein Eintritt mehr möglich.

 

Der frühe Beginn sichert ein gutes Kennenlernen und gegenseitiges Vertrauen zwischen Berufseinstiegsbegleitern und Schülern. So können die Schüler auch schon frühzeitig bei allen Fragen – z.B. zu Berufswunsch, Ausbildungsplatzsuche, Bewerbung, Übergangszeit uvm. – vom Beistand der Berufseinstiegsbegleitung profitieren.

 

Die in der Berufseinstiegsbegleitung erfassten Schüler werden in enger Zusammenarbeit mit der Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit betreut.

 

Im anschließenden Übergang von der allgemeinbildenden Schule bzw. Förderschule in eine Ausbildung unterstützen wir individuell. Die Chancen der Schüler/innen auf einen erfolgreichen Übergang in eine berufliche Ausbildung soll durch Herstellung der Ausbildungsreife deutlich erhöht werden.

 

Auch wenn nach der Förder- oder Oberschule nicht sofort eine Ausbildung begonnen wird, ist die Berufseinstiegsbegleitung dennoch an der Seite des Jugendlichen. Es sei denn, es wird eine andere, sozialpädagogisch gut unterstützte Maßnahme begonnen.
Nach Beginn der Ausbildung stehen Berufseinstiegsbegleiter den Jugendlichen sowie den Ausbildungsbetrieben als Ansprechpartner zur Seite. So kann die Ausbildung stabilisiert und bei Bedarf auch weiterführende Unterstützung organisiert werden (z.B. ausbildungsbegleitende Hilfen).


Das große Ziel ist erreicht, wenn der Jugendliche erfolgreich in eine Berufsausbildung eingemündet ist. Hier endet die Berufseinstiegsbegleitung nach einem halben Jahr, jedoch spätestens 24 Monate nach Beendigung der allgemein bildenden Schule.

 

(Bildquelle: „Berufseinstiegsbegleitung – die Möglichmacher“, Hrsg. Bundesministerium für Bildung und Forschung, Initiative Bildungsketten, S. 4-5, Stand Dez. 2019)